Monthly Archives: Oktober 2014

Marktplatz Nordsachsen, Torgau

Im geschichtsträchtigen Torgau gab es am Sonntag, den 19. Oktober 2014 in der Markthalle die 5. Messe für Handwerk und "grüne" Produzenten. Die Veranstalter waren froh die Messe wieder durchführen zu können, denn letztes Jahr war es nicht möglich. Insbesondere Wald und Jagd spielten dieses Jahr eine Rolle. Sowohl im Gebäude der Markthalle als auch im Außengelände gab es allerlei Handwerkliches und vor allem Kulinarisches zu entdecken. Außerdem präsentierten sich auch weitere regional bedeutende Firmen wie die Torgauer Zeitung als Ausrichter, Krankenkassen, Versicherungen... Raffinierte Gerichte von der Pilzsuppe als Vorspeise, über Wildschweingulasch, Rehkeule bis zum Dessert mit Waldbeeren konnte man an der Schauküche probieren. Eine besondere kulinarische Entdeckung war für mich das im Hof angebotene Kürbiseis. Darin sind sogar 2 Sorten: Hokkaido für die Farbe und Butternut für den Geschmack. Mit von der Partie waren neben mir noch einige weitere Hoheiten: Milchkönigin, Fischkönigin, die neu gekrönte Waldkönigin, die Süptitzer Weinkönigin sowie das Köhlerliesel. Ich wünsche den Veranstaltern, dass es nächstes Jahr wieder klappt mit ihrer Messe. Vielleicht sieht man sich ja wieder?  

Kartoffelfest in Chemnitz

Vom 15. bis 18.Oktober 2014 fand in Chemnitz auf dem Neumarkt das Kartoffelfest des Sächsischen Qualitätskartoffelverbandes (SQV) statt. Jährlich richtet der Verband dieses Fest aus - abwechselnd in den Städten Chemnitz, Dresden, Leipzig. In diesem Jahr gab es außerdem das 20-jährige Bestehen der Marke "Erdäpfel - Kartoffeln aus Sachsen" zu feiern. Als Erntekönigin wurde ich dazu eingeladen und war an 2 Tagen vor Ort. Da wir bei uns in der MAP AG ebenfalls recht umfangreich Speisekartoffeln anbauen, interessierte mich das Fest ohnehin. Im Festzelt auf dem Neumarkt gab es neben Fachinfos zu Kartoffelsorten, -anbau und Pflanzkartoffeln vom LfULG und dem SQV ebenfalls einen Stand des Regionalbauernverbandes Mittweida für allgemein landwirtschaftlich interessierte Gäste. Darüber hinaus präsentierte der SQV sechs seiner aktuell im Sortiment vorhandenen Sorten (je 2 mehlig kochende, vorwiegend und festkochende Sorten). Das heißt sie wurden Dampf gegart aufbereitet und konnten verkostet sowie bei Bedarf natürlich erworben werden. Außerdem diente ein kleiner Fragebogen am Verkostungsstand dazu, die Lieblingssorte der Besucher herauszufinden. Am Samstag stand dann fest, dass es die festkochende Bellinda ist. Verkosten konnte man auch bei der Schauküche von Köchin Kati Wetzel.  Unter anderem wurde dort das Rezept des Jahres - der Kartoffelbaumkuchen  - mehrfach zubereitet und verteilt. Und ich muss sagen: Das werde ich zu Hause auch mal ausprobieren! Wer etwas mehr als nur Probierhäppchen brauchte, konnte sich an den Ständen von Friweika und Falkenhain hervorragend zum Beispiel mit Rosmarinkartoffeln oder Kartoffelkuchen satt essen. Und dazu vielleicht das Kartoffelbräu, gebraut im Felsenkeller in Weimar. Oder ein Kartoffelschnaps? Oder doch eine Tüte voller Kartoffelprodukte von Friweika für den Heimverzehr. Nebenbei gab es auch noch ein Klassenzimmer, in dem angemeldeten Schulklassen vieles über die vielseitigen Knollen beigebracht wurde. Für Schulklassen, die am Projekt "Kids an die Knolle" teilnahmen, gab es am Donnerstag außerdem die Auszeichnung der Gewinner. Wer wollte konnte sein Wissen auch beim eigens für den SQV erstellten Kartoffelquiz unter Beweis stellen. Unterhaltsam moderiert wurden alle Tage durch den wortgewandten "Mehrfachkünstler" Stefan Gärtner aus Leipzig. Insgesamt war es ein gelungenes Fest. Ich zumindest habe gestaunt, dass stets ein reger Besucherstrom durch das Festzelt ging. Und die Gäste haben selbst auch schön zur Unterhaltung beigetragen, indem sie beim Quiz, beim Kartoffelschäl- oder Kartoffelsack-Halte-Wettbewerb mitmachten. Ganz nach dem Motto "Ran an die Knolle, fertig, los!" Ich hoffe, nächstes Jahr in Dresden, was rein geografisch ja sehr gut passt, darf ich wieder dabei sein. 😉

Kleiner Nachtrag

Obwohl nun schon größere Ereignisse stattfanden, möchte ich hiermit noch einen Nachtrag zu einem kleinen Termin als Erntekönigin liefern. Am 2. Oktober 2014 war ich nachmitttags zum Hoffest beim Landgasthof & Backscheue in Raden (nördlich von Großenhain, kurz vor der brandenburgischen Grenze) eingeladen. Leider kam ich etwas zu spät, da wir zuvor in der Grokar GmbH in Großenhain noch einmal eifrige Kinder - diesmal Grundschüler - zum Hacken der vielleicht wirklich letzten Kartoffeln zu Besuch hatten. Da die Kids wussten, dass ich - wenn auch nicht in standesgemäßer Kleidung - die Erntekönigin bin, schenkten sie mir einen vollen Sack ihrer mühsam gewonnenen Knollen. Die anderen durften sie natürlich wieder mitnehmen. Angekommen in Raden erwartete mich ein interessanter Hof, der kulinarisches und pädagogisch wertvolles zu bieten hat. Neben dem Landgasthof und der Backscheune, die für leibliches Wohl sorgen, gibt es einen Natur-Erlebnis-Garten und auch ein "grünes Klassenzimmer". Dort kommen zum Beispiel Schulklassen hin, um ihre Projektwoche zum Thema Natur abzuhalten. Alles ist liebevoll gestaltet - sowohl der kulinarische als auch der pädagogische Teil. Und es wird auch stetig über Erweiterungen und Verbesserungen nachgedacht. Ich habe mir diesen Ort jedenfalls vorgemerkt. Und hier der Vollständigkeit halber noch der Link: http://www.landgasthof-raden.de/start.html  

17. Landeserntedankfest in Zwönitz

Vom 26. bis 28. September 2014 fand in der erzgebirgischen Bergstadt Zwönitz das 17. Landeserntedankfest statt. Die Prinzessin und ich durften an allen drei Tagen Teil dessen sein. Naja, als Erntehoheiten passt das ja auch. 🙂 Freitag Abend ging es mit der Eröffnungsveranstaltung im Brauereigasthof los. Neben dem Team vom Sächsischen Landeskuratorium (SLK) waren als Ehrengäste unter anderem die sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz Frau Christine Clauß (in Vertretung für den Schirmherren des Festes Minister Frank Kupfer), Landrat Dr. Vogel, SLB-Präsident Wolfgang Vogel, der Zwönitzer Bürgermeister Wolfgang Triebert sowie die Landtagsabgeordnete Uta Windisch anwesend. Also wieder allerlei Prominenz! Nach der Auszeichnung von Schulklassen, die sich an dem Projekt "Unsere Backwaren - voll was wert" beteiligten, wurde das Erntedankbrot vorgeführt. Wir als Hoheiten (die Glauchauer und Sächsische Schlossprinzessin Lucie war ebenfalls dabei) sowie auch die Polit-Prominenz verteilten das Brot der verschiedenen Zwönitzer Bäckereien als Zeichen des Erntedank an die weiteren Gäste im Festzelt. Frau Clauß oblag es abschließend die Erntekrone in die Höhe zu ziehen. Somit war das 17. Sächsische Landeserntedankfest eröffnet. Auf den strömenden Regen vom Freitag Abend folgten zwei wunderbar sonnige und noch einmal warme Tage. Es hieß, der Bürgermeister Herr Triebert hätte diesbezüglich seine Beziehungen spielen lassen... 😉 Samstag früh wurde durch Bürgermeister Triebert, Landrat Vogel sowie Dr. Mütze vom SLK der Markt eröffnet. Als Begleitung ausgewählter Gäste ging es für uns anschließend - geführt vom Geschäftsführer des SLK Herrn Neunert - zu ausgewählten Ständen und Stationen des Festgeländes. Die Schlossprinzessin Lucie war auch wieder dabei. Vielleicht beeindruckt von so viel Hoheit nannte uns Herr Neunert fortan meist die "Schönheiten". 🙂 Es galt den Zeitplan strikt einzuhalten - was nicht so leicht war mit so vielen Leuten. Aber Herr Neunert gab sein Bestes und mit einem "donnernden Applaus" verabschiedeten wir uns ein ums andere Mal von den verschiedenen Ausstellern. Wie Klatschen geht - das wussten wir Samstag Abend. 😉 Samstag Nachmittag beehrte uns der Schirmherr des Festes mit seiner Anwesenheit: Staatsminister Kupfer. Mit ihm zusammen besuchten wir noch weitere Stände des Marktes. Gemeinsam mit dem "SLK-Team" ging es dank "Pferde-Taxi" zu dem Platz, auf dem der 22. Obererzgebirgische Pferdetag stattfand. Wir konnten noch etwas sehen vom Arbeiten mit schweren Pferden und schweren Baumstämmen (Rücken). Im Anschluss gab es auf dem aufgeweichten und zerfahrenen Platz einen Hindernisparcours. Auf die Frage, ob die Hoheiten denn mitfahren wollen, antworteten Schlossprinzessin Lucie und ich: Ja, gerne! Sehr zur Freude von Herrn Neunert, denn damit waren wir die ersten Hoheiten in der Geschichte des Pferdetages, die bei solch einer Hindernisfahrt mitfuhren. Und es hat solchen Spaß gemacht! Auch wenn die Schlammbatzen nur so flogen - auch auf die Kleider. Aber das war es uns wert! Prinzessin Dominique wäre auch gerne mitgefahren - Söhnchen Rudolf verlangte jedoch nach ihr... Nachmittags fanden wir uns schließlich in der Zwönitzer Trinitatiskirche ein, wo die schönste Erntekrone und der schönste Erntekranz prämiert wurden. Anwesend waren dabei natürlich Mitglieder der sächsichen Landfrauenverbände sowie ihre Vorsitzende Frau Firmenich. Die "Schönheiten" 😉 wurden nun noch ergänzt durch die Milchkönigin. Das Sonntagsprogramm begann in der Trinitatiskirche mit einem ökumenischen Erntedankfestgottesdienst.  Neben den bisher benannten und auch unbenannten Ehrengästen war wieder Staatsministerin Clauß in Vertretung für Herr Kupfer dabei. Der Kreis der "Schönheiten" wurde wieder ergänzt - diesmal durch die Erzgebirgische Kräuterkönigin sowie das Lindenmädchen. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde die schönste Erntekrone mit einer Kutsche in das Festzelt am Brauereigasthof gebracht und dort feierlich an Staatsministerin Clauß übergeben, die sie nach Dresden mitnimmt. Danach gab es einen schönen Festumzug durch die wunderbar geschmückte Stadt. Wir hatten die Ehre in den Kutschen mitfahren zu dürfen. Ich sogar erst gemeinsam mit Frau Clauß und dann weiter mit dem Bürgermeister samt Frau und Sohn! Alles mit Pferd trennte sich nach dem Hauptweg des Umzuges ab und fuhr zum Platz des Pferdetages. Zwönitz nennt sich immerhin ja auch pferdefreundliche Stadt. Wieder auf dem Platz vor dem Zwönitzer Rathaus angelangt gab es nachmittags eine Abschlussveranstaltung. Diese wurde wiederum begleitet vom wortgewandten MDR-Moderator Silvio Zschage. "Zwäntzer" Schulkinder führten mit mehreren Liedern und sogar kleinen Theaterstücken durch's Programm. Es war wirklich sehr hübsch anzuschauen und auch sehr unterhaltsam. Das haben die kleinen echt gut gemacht! Auch die Fleischer-Azubis des Fleischerhandwerks, denen wir am Samstag auf unserem Rundgang beim Wettbewerb über die Schulter schauen durften, waren dabei. Sie erfuhren nun, wer was gewonnen hat. Eine junge Frau erlangte beeindruckender Weise in allen drei Kategorien die Goldmedaille! Zum Abschluss wurde die Erntekrone des Landeserntedankfestes an den Oberbürgermeister der Ausrichterstadt 2015 - Löbau - übergeben. Und damit ging ein wahrhaft gelungenes Landeserntedankfest in der freundlichen Stadt Zwönitz zu Ende. Wir haben uns sehr gefreut, dabei gewesen zu sein!

Kinder ernten die letzten Kartoffeln

Bereits am Vormittag des 23. September war eine kleine Kindergartengruppe der "Villa Kunterbunt" aus Priestewitz in die Grokar GmbH nach Großenhain geladen, um dort die letzten Kartoffeln aus den Reihen zu ernten. Zu Anschauungszwecken gab es dieses Jahr auf dem Gelände der Kartoffelverarbeitungs- und vermarktungsfirma ein paar Zeilen der beliebten Erdäpfel. In meiner neuen Funktion als Erntekönigin - zumal das Ereignis quasi vor der Haustür war - durfte ich den Kindern Gesellschaft leisten, Fragen beantworten, Krone bestaunen lassen, meiner Kollegin Frau Kaiser behilflich sein und zum Wetthacken in den Kartoffelzeilen den Schiedsrichter geben. Bei durchaus herbstlichem Wetter ließen es sich die zwölf Knirpse nicht nehmen, in 2er Teams - auf Zeit - eifrig in der Erde nach den gelben Knollen der Sorte Gala zu suchen. Insgesamt holten die Kleinen 24,25kg aus der Erde. Nachdem die 6 Kindergartenteams fleißig waren, traten zum Schluss ihre beiden Erzieherinnen Frau Säurig und Frau Lehmann im Team gegen Romy Kaiser und mich an. Und obwohl "Kaiserin Romy" und ich eigentlich in dem Falle eher die Profis sind, gewannen wir mit 7,6kg nur knapp gegen die Erzieherinnen mit 7,35kg in zwei Minuten. Da hatte sich das Anfeuern der Kinder für ihre Erzieherinnen gelohnt! Im Anschluss konnten sich alle bei warmem Kakao und Waffeln in der Kantine des Agro-Service noch aufwärmen ehe es mit dem Bus wieder zurück nach Priestewitz ging. Ihre selbst geernteten Kartoffeln durften die Kinder natürlich mitnehmen. Daraus wollen sie im Kindergarten verschiedene Kartoffelgerichte kochen oder die Knollen auch zum Basteln nehmen. So eine vielseitig einsetzbare Frucht!    

Alter Brauch und große Vielfalt – Sachsen – Agrarticker Ost – Bauernzeitung.de

Unsere beiden sächsischen Erntehoheiten sind derzeit vollauf beschäftigt. Aus diesem Grund ist bisher leider noch kein Artikel zum Landeserntedankfest 2014 in Zwönitz erschienen. Allerdings findet sich in der Bauernzeitung zu diesen drei Tagen folgendes: Alter Brauch und große Vielfalt - Sachsen - Agrarticker Ost - Bauernzeitung.de. Natürlich wollten wir Ihnen das nicht vorenthalten! Eigene kurze Ausführungen unserer Königin werden demnächst hier auf dieser Seite zu lesen sein.